Zeit für die Wende: Haben Sie einen guten Grund, weiterhin zu Hause zu bleiben?

Es ist Zeit für eine duale Strategie: Eine für die Risikogruppen und eine für den Rest der Bevölkerung. Der Schaden für Unternehmerinnen und Unternehmer ist bereits massiv und darf nicht noch grösser werden.

"Von der Sowjetunion lernen heisst siegen lernen"

Solche Losungen und Spruchbänder prägten das Strassenbild der DDR. Sie dienten der Agitation und Propaganda und gehörten zum DDR-Alltag.

Wer heute am Hauptbahnhof Zürich aus dem Zug steigt, dem zeigt sich auch ein spezielles Bild:  «Haben Sie einen guten Grund hier zu sein? Wenn nicht, bleiben Sie zu Hause!»

Erinnern Sie sich noch an Katharina Witt? Witt war in der DDR eine prominente Eiskunstläuferin und wurde von der Staatsführung für Propagandazwecke eingesetzt.  Eine Schlagzeile in der Neuen Zürcher Zeitung vom 9. April 2020:

In der Corona Krise leistet der Olympiasieger Iouri Podladtchikov freiwillig Militärdienst – ein Truppenbesuch

Was es jetzt in der Schweiz braucht, ist ein Ende der Propaganda und Medien, die Ihre Freiheit auch wahrnehmen. Die Entscheide des Bundesrats müssen kritischer hinterfragt werden.

Es ist Zeit für eine duale Strategie: Eine für die Risikogruppen und eine für den Rest der Bevölkerung. Der Schaden für Unternehmerinnen und Unternehmer ist bereits massiv und darf nicht noch grösser werden.

Haben Sie einen guten Grund, weiterhin zu Hause zu bleiben?

Das muss die Losung werden – wer nicht zur Risikogruppe gehört, hat keinen Grund zu Hause zu bleiben. Die Bevölkerung hat dem Bundesrat und seinen Ämtern Zeit gegeben sich vorzubereiten.

Halten wir uns an die Fakten. Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) Website vom 15. April 2020 gibt es in der Schweiz 972 Todesfälle, 90% der Verstorbenen sind über 70 Jahre alt (ob sie zusätzlich noch Vorerkrankungen hatten ist aus der offiziellen Statistik leider nicht ersichtlich).

Zum Vergleich: In der Schweiz sterben wiederum gemäss Website des BAG jedes Jahr rund 9’500 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums und über 1’600 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums. Das macht in Summe über 11’000 Personen pro Jahr. Solche Relationen sollten im Auge behalten werden.

Ich sehe es gleich wie Reiner Eichenberger, Professor für Ökonomie an der Universität Freiburg: Die Schäden, die wegen des Lockdown an Demokratie, Politik, Wirtschaft und auch Gesundheit entstehen, sind riesig. «In einigen Wochen werden wir uns fragen: Sind wir eigentlich völlig von Sinnen gewesen?» (NZZ vom 6. April 2020).

Zürich, 15. April 2020, Update 16. April 2020

Andreas Schubert, lic. oec. publ., Geschäftsführer Transaction Partner AG

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