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Wachstumsfinanzierung

Wie Sie dem «Tal des Todes» entkommen

Finanzierungen im Bereich zwischen 3 und 20 Millionen Franken sind schwierig

Mit landesweit mehr als 43’000 neuen Einträgen im Handelsregister hat die Schweiz im vergangenen Jahr in Sachen Firmengründungen nur knapp den Allzeitrekord aus dem Vorjahr verpasst.

Nach der Gründung stellt sich für viele Start-up-Unternehmer die Frage, wie sie ihre Wachstumsstrategie finanzieren sollen. Die Klage vom «Tal des Todes» macht dabei besonders oft die Runde. Gemeint ist damit, dass viele Unternehmer zwar am Anfang Geld bekommen, dann aber grosse Mühe bekunden, ein Ja für spätere Finanzierungen im Bereich zwischen 3 und 20 Millionen Franken zu erhalten.

Investitionen von rund 1 Milliarden Franken in Start-ups

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurden in den letzten Jahren gleich mehrere neue Risikokapitalfonds angekündigt. In Zeiten restriktiver Kreditvergabe seitens der Banken gewinnen alternative Finanzierungsinstrumente auch in der Schweiz an Bedeutung. Ein Blick auf Zahlen des Private-Equity-Branchenverbands Seca zeigt, dass es hier zu Lande immer mehr Risikokapital – sogenanntes Venture-Capital – gibt. Knapp eine Milliarde Franken floss im letzten Jahr in Jungunternehmen. Damit steht die Schweiz gut da, aber in Ländern wie Israel (bezüglich der Einwohner vergleichbar mit der Schweiz) wurden ganze 6,4 Milliarden Schweizer Franken in Start-ups investiert.

Ein Drittel finanziert mit einem Bankkredit

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass viele Fonds vor allem in Start ups aus den Bereichen Biotechnologie oder IT investieren – und eher weniger in kleinere, traditionelle Schweizer KMU. Gerade für solche Firmen ist es deshalb besonders wichtig, mit einem seriösen Businessplan zu punkten. Wir beraten auch kleinere KMU und zeigen Möglichkeiten auf, wie sie zur gewünschten Finanzierungslösung kommen.
Trotz Zurückhaltung vieler Banken finanziert ein Drittel der Schweizer KMU ihr Wachstum traditionell über die Aufnahme von Fremdkapital. Mit einem Betriebskredit sichert ein Unternehmen sein Umlaufvermögen und kann mögliche Liquiditätsschwankungen ausgleichen. Die Bank wird jedoch eine detaillierte Dokumentation einfordern und bei einer allfälligen Verschlechterung der Bonität sehr rasch das Gespräch mit den Firmeninhabern suchen. Viel Spielraum für Unerwartetes gibt es also nicht.

Investitionskredit und Investitionsgüter-Leasing als mögliche Varianten

Eine weitere Möglichkeit für Firmen ist ein Investitionskredit. So wird ein Bankkredit genannt, der zur Finanzierung von Investitionen – neue Maschinen oder Fahrzeuge – in das Unternehmen genutzt wird. Das Geld darf jedoch ausschliesslich zweckgebunden eingesetzt und muss gemäss den ausgehandelten Bedingungen im Vertrag zurückgezahlt werden. Das schafft, wie bei einem Betriebskredit, einen gewissen Erfolgsdruck.

Eine dritte, weit verbreitete Möglichkeit ist das Investitionsgüter-Leasing, also die Anschaffung von mobilen Investitionsgütern über einen Leasingvertrag mit der Bank. Weil die Abzahlung auf mehrere Jahre verteilt wird, schont dies die Liquidität. Im Gegenzug geht das Unternehmen dafür eine mehrjährige Zahlungsverpflichtung ein.

Investitionskredit und Investitionsgüter-Leasing als mögliche Varianten

Eine weitere Möglichkeit für Firmen ist ein Investitionskredit. So wird ein Bankkredit genannt, der zur Finanzierung von Investitionen – neue Maschinen oder Fahrzeuge – in das Unternehmen genutzt wird. Oft werden auch Erweiterungsinvestitionen zum Anschub von Wachstum benötigt. Kredite stellen die Liquidität des Unternehmens in dieser Phase sicher. Das Geld darf jedoch ausschliesslich zweckgebunden eingesetzt und muss gemäss den ausgehandelten Bedingungen im Vertrag zurückgezahlt werden. Das schafft, wie bei einem Betriebskredit, einen gewissen Erfolgsdruck.

Eine dritte, weit verbreitete Möglichkeit ist das Investitionsgüter-Leasing, also die Anschaffung von mobilen Investitionsgütern über einen Leasingvertrag mit der Bank. Weil die Abzahlung auf mehrere Jahre verteilt wird, schont dies die Liquidität. Im Gegenzug geht das Unternehmen dafür eine mehrjährige Zahlungsverpflichtung ein.

Gezielte Massnahmen, um Liquidität zu steigern

Nicht immer braucht es fremdes Kapital, um Wachstum zu finanzieren. Rund zwei Drittel aller Schweizer KMU nutzen dazu Eigenkapital. So kann ein Unternehmen Gewinne über Jahre zurückbehalten, um sie dann in ein grösseres Wachstumsprojekt zu investieren. Durch gezielte Massnahmen wie beispielsweise das so genannte Factoring, bei dem der Prozess des Mahnverfahrens und des Forderungsmanagements ausgelagert wird, kann ebenfalls relativ rasch Liquidität in der Firma freigesetzt werden. Ähnlich beim Finetrading: Hier wird die Zahlungsfrist an den Lieferanten verlängert, was den Liquiditätsbedarf senkt. Auch durch den Verkauf und das anschliessende Zurückleasen von Grundstücken, Gebäuden und Maschinen kann zusätzliche Liquidität erreicht werden.

Aufzeigen, wie Geld an Investor zurückfliesst

Investoren wie Business Angels, Venture Capital oder Crowdfunding sind zudem weitere Möglichkeiten, um an Geld für eine Wachstumsfinanzierung zu kommen. Wir beobachten zudem, dass in der Schweiz auch die Pensionskassen eine zunehmend stärkere Rolle in der Wachstumsfinanzierung spielen.

Egal, für welche Finanzierungslösung Sie sich letztlich entscheiden: Damit Ihr Gesuch erfolgreich ist, müssen Sie glaubhaft aufzeigen, wie und in welchem Zeitraum das Geld an den Investor zurückfliessen wird. Damit schaffen Sie Vertrauen – und brauchen sich vor dem viel zitierten «Tal des Todes» nicht zu fürchten.

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